Musikalisches
Frühlingserwachen beim Konzert des MVE Busenbach
Bericht
von ETMV
Der Musikverein "Edelweiß" Busenbach begeisterte die Zuhörer
Jugend
und großes Blasorchester des MVE Busenbach luden am 19.3.2016 zum
alljährlichen Frühjahrskonzert ins Kurhaus Waldbronn ein und beide
Orchester zelebrierten wieder einmal Musik vom Feinsten.
In
seiner Eingangsrede konnte Vorsitzender Alexander Huber viele
prominente Besucher begrüße. Unter anderem Bürgermeister Masino, den
Bezirksvorsitzenden "Albtal" Karlheinz Pfeiffer, Musikschulleiter
Armin Bitterwolf, sowie Pfarrerin Bettina Roller und Ehrenbürger
Helmut Völkle.
Das
Jugendorchester unter Leitung von Stefan Mussler eröffnete gekonnt
den Konzertreigen mit „Arabian Dances“ von Roland Barrett. Dem
zarten Einsatz der Klarinette und Flöte folgte das Orchester im
schnellen Rhythmus. Eine gekonnte Darbietung der Jungmusiker. "Irish
Dream" von Kurt Gäble, das nächste Stück, war eine typische mit
Wehmut durchsetzte Irische Volksweise. Man konnte förmlich die
grünen Wiesen und Meeresklippen an der Irischen Küste vorbei
schweben sehen. Schwungvoll war dann das letzte Stück "Shut up and
Dance" von Walk The Moon, arr. von Matt Conaway, mit dem sich die
Jungmusiker verabschiedeten. Die gute Vorstellung wurde natürlich
vom Publikum mit viel Applaus honoriert und um eine Zugabe kam man
nicht herum.
Man
durfte gespannt sein, was Dirigent Dietmar Schulze und seine
Busenbacher Musikerinnen und Musiker, nach den hervorragenden
Konzerten der letzten Jahre, in diesem Jahr präsentieren würden.
Schon die Eingangsmusik, die Eröffnungsfanfare der Olympischen
Sommerspiele 1988 in Seoul (Südkorea), "The Olympic Spirit" von John
Williams, hatte es in sich und war für das Trompetenregister gleich
eine Herausforderung. Der große Beifall danach zeigte schon, dass
das Stück angekommen ist. Hardy Mertens ein bekannter
zeitgenössischer Komponist für Blasorchester, war verantwortlich für
das nun folgende Werk "Xenia Sarda". Bei diesem Musikstück spürte
man den typisch mediterranen Flair. Xenia Sarda zeigt die Natur und
Kultur Sardiniens. Hardy Mertens verarbeitet in seiner Musik seine
Eindrücke, die er in Sardinien in Form der Gastfreundschaft, der
Natur, des Essens, des Weines und des Nationalstolzes erfahren hat.
Dieses Musikstück forderte vom Dirigenten und von jedem Register
höchste Aufmerksamkeit und Präzision. Das Wechselspiel der einzelnen
Solisten, wie Flöte, Oboe, Fagott und Waldhorn wurde wunderbar
umgesetzt. Diese Herausforderung wurde von den Busenbacher Musikern
sehr gut gemeistert. In die Welt der Operette wurden die Zuhörer
mit Franz
von Suppés Ouvertüre "Die schöne Galathee" versetzt. Hier
fiel ganz besonders die gute Harmonie zwischen Dirigent und
Orchester auf. Tempowechsel, Dynamik und natürlich der bekannte
Walzer waren die Höhepunkte dieses Stückes.
Vor der
verdienten Pause war es dem Bezirksvorsitzenden Karlheinz Pfeiffer
vorbehalten, verdiente Mitglieder des Vereins zu ehren. Auf 10 Jahre
aktive Mitgliedschaft konnte Janina Ochs zurückblicken und eine
Verbandsehrennadel in Bronze in Empfang nehmen. Für 20 Jahre aktives
Musizieren wurden Miriam Hörth, Patrick Barrett und Markus Hodapp
mit der Silbernen Ehrennadel des Blasmusikverbandes ausgezeichnet.
Die Goldene Ehrennadel für 40 Jahre aktives Musizieren erhielt
Joachim Hirth. In den Rahmen dieser Ehrungen passte auch die
Auszeichnung von 4 Jungmusikern, Jovana Huschka, Marco Hörter, Robin
Wittmann und Ronja Trautmann, die im Jahr 2015 das Goldene
Jungmusiker-Leistungsabzeichen erworben haben. Herzlichen Dank den
Jubilaren für ihren Einsatz und Engagement.
Zum
zweiten Teil lud das Percussions-Register nach der Pause ein und nach
und nach kamen die Bläsergruppen musikalisch auf die Bühne. Mit
"Last Call" von Otto M. Schwarz zeigte das Orchester gleich, wohin
jetzt die Richtung geht. Mit solistischen Einlagen und hohen Tempo
glänzten die einzelnen Register in gekonnter Manier. Born4Horn von
Fritz Neubeck führte nach dem vorhergehenden Spektakel, wieder in
etwas ruhigere Bahnen. Richard Reiser, Natalie Schulze und Jürgen
Reiser präsentierten sich mit ihren Hörnern gekonnt dem Publikum. In
das Popzeitalter führte das nächste Stück von Pop-Ikone Adele "Adele
21-25-21". Ein schöner Titel, der durch die Gesangseinlage von
Johanna Schulze bereichert wurde. Joachim Hirth, der wie schon die
letzten Jahre gekonnt durch das Programm führte, war es dann
vorbehalten das letzte Stück anzusagen. Gelegenheit auch für den
Vorsitzenden Alexander Huber sich bei den Dirigenten und Akteuren zu
bedanken. Eine Hommage an den Musiker und Bandleader James Last
hatte Dietmar Schulze als Schlussstück mit "James Last – The
Gentleman of Music" zusammengestellt. Dem feinen Flötenspiel des
"Einsamen Hirten", gespielt von Julia Schottmüller, folgte mit einem
Medley der berühmtesten Titel von James Last , wie “ Morgens um 7
ist die Welt noch in Ordnung“ oder „Happy Music“ sowie dem
„Fliegermarsch“ im James-Last-Sound ein Paradestück für das
Trompetenregister. Das Publikum war begeistert und so war es nicht
verwunderlich, dass eine Zugabe her musste. Doch Dietmar Schulze
wäre nicht Dietmar Schulze, wenn er nicht etwas vorbereitet hätte.
"Russisch" hieß das folgende Stück, dass er als Herausforderung für
die mit Gold ausgezeichneten Jungmusiker zusammengestellt hatte.
Jovana Huschka und Marco Hörter am Saxophon, Robin Wittmann an der
Trompete und Ronja Trautmann an der Posaune, begleitet vom
Orchester, rissen mit den flotten Weisen das Publikum mit und der
minutenlange Applaus war der verdiente Lohn einer tollen
Vorstellung. Erneut verlangten die Zuhörer eine Zugabe. Eine
Überraschung hatte Dietmar Schulze jetzt für seine Frau vorbereite.
Mit seiner Tochter Johanna, begleitet vom Orchester sangen sie aus
Peter Maffays "Tabaluga" den schönen Titel "Ich wollte nie erwachsen
sein". Das Zwischensolo spielte er selber gekonnt auf seinem
Saxophon. Man kann sich ja vorstellen, dass auch danach der Hunger
des Publikums noch nicht gestillt war. Aber einmal muss Schluss
sein. Mit dem Trio aus dem Marsch "Mein Regiment" von "Blankenburg"
verabschiedete sich das Orchester dann endgültig. Ein schöner,
unterhaltsamer und gelungener Konzertabend ging zu Ende und man
konnte noch lange bei dem anschließenden gemütlichen Beisammensein
im Kurhaus über dieses Highlight diskutieren. |
40
Jahre aktive Mitgliedschaft Joachim Hirth |
20 Jahre aktive Mitgliedschaft, Markus
Hodapp, Patrick Barrett und Miriam Hörth, 10 Jahre aktive
Musikerin Janina Ochs |
Jungmusiker-Abzeichen in Gold für Jovana Huschka, Marco Hörter,
Robin Wittmann und Ronja Trautmann |